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 Betreff des Beitrags: Gutachten zur Haltung von Herdenschutzhunden
BeitragVerfasst: 19.09.2011, 14:55 
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Gutachten zur Haltung von Herdenschutzhunden

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen
Ethologin
Fachtierärztin für Verhaltenskunde
Institut für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität

Kiel, den 14.08.2000

Beurteilung der Wesenseigenschaften und der rassespezifischen Bedürfnisse der in der Anlage 2 der Landeshundeverordnung (LHV NRW) aufgeführten sog. Herdenschutzhunde bzw. Bauernhunde.

1. Akbas
2. Berger de Brie (briard)
3. Berger de Beauce (Beauceron)
4. Bull-mastiff
5. Carpati
6. Dobermann
7. Estrela-Berghund
8. Kangal
9. Kaukasischer Owtscharka
10. Mittelasiatischer Owtscharka
11. Südrussischer Owtscharka
12. Karakatschan
13. Karshund
14. Komondor
15. Kraski Ovcar
16. Kuvasz
17. Liptak (Goralenhund)
18. Maremmaner Hirtenhund
19. Mastiff
20. Mastin de los Pirineos
21. Mioritic
22. Polski Owtscharke Podhalanski
23. Pyrenäenberghund
24. Raffeiro Alenteja
25. Rottweiler
26. Slovensky Cuvac
27. Sarplaninac
28. Tibetanischer Mastiff
29. Tornjak.

Betont sei, daß Hunden dieser Rassezugehörigkeit in der LHV NRW weder eine sog. "Kampfhundeeigenschaft" noch eine a priori-Gefährlichkeit unterstellt wird, sie werden dennoch zu einer besonderen Gruppe zusammengefaßt, deren Haltung Restriktionen unterworfen ist (Maulkorb-u Leinenzwang außerhalb befriedeten Besitztums, auf Zuwegen und in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern, auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Verkehrsmitteln, in öffentlichen Räumen . Ausnahmen von Leinenzwang wie Maulkorbpflicht und Nachweis der sozialverträglichkeit durch anerkannten Wesenstest; Hundehalter mit Sachkundenachweis und Zuverlässigkeit. Herdenschutzhunde gehören in Anlage 2 einer Gruppe an, in der auch 2 Schutzhunde und Hunde anderer Nutzungseignung vertreten sind, einer Gruppe, die implizit ein vermeintlich größeres Gefahrenpotential bei inkompenter oder mißbräuchlicher Haltung und Züchtung darstellt.

Ist diese Listung gerechtfertigt und wo liegen die möglichen Gründe?

Viele der gelisteten Rassen gehören zum Typus der Herdenschutzhunde (Bauern-, Hirten-u. Treibhunde nach RÄBER 1993) aus vorwiegend ost-und westeuropäischen Ländern, der Türkei, Tibet oder und Turkmenistan.

Nehmen wir den Mastin de los Pirineos stellvertretend heraus: der Pyrenäenberghund ist ein typischer Herdenschutzhund, ein großer Berghund, dessen Typus überall in Europa und weit darüber hinaus verbreitet war, wo Vieh (Schafe) im Gebirge geweidet wurden.
Es waren und sind massige und sehr große "Nutzhunde", die Schaf- u. Rinderherden (ca. 1000 Tiere umfassend) vor den Angriffen der Wölfe und der Bären zu beschützen hatten. Dazu begleiteten sie die Wanderherden - eine Hütefunktion (Schäferhund) kam ihnen nicht zu - von Norden nach Süden und umgekehrt, jahreszeitlich bedingt.

Sie wurden ursprünglich dazu gezüchtet und gehalten, um Herden von Nutztieren gegen Bären, Wölfe, streunende Hunde auch gegen Viehdiebe zu schützen. Herdenschutzhunde sind keine Treibhunde, für diese Nutzungseignung gibt es andere, kleinere und wendigere Rassen. Herdenschutzhunde sollen Angreifer melden und ggf. verscheuchen, sie jedoch nicht angreifen. Würden sie angreifen, wäre damit der Schutz der Herde nicht geleistet, da diese dann allein zurückbleiben würde.

"Die Hunde, die die Herden begleiteten, waren wohl alle vom gleichen Schlage, je nach Herkunft unterschied man...(RÄBER 1993) verschiedene Typen. Die FCI anerkennt heute 3 portugiesische Herdenschutzhunde: Cao de Serra da Estrela, Cao de Castro Laboreiro, Rafeiro do Alenteja. Diese 3 Rassen sind wohl gleichen Ursprungs, Lokalvarianten ein- und derselben Hütehundeform. Roger F. Pyr schreibt über den Cao de Serra da Estrela: "...ein wundervoller Beschützer der Bauernhöfe und Wohnhäuser, auch ein guter Begleithund, ein Landhund, kompakt, aufmerksam und majestätisch.....imposant und beeindruckend ist seine Schärfe gegenüber Fremden, ebenso wie sein Gehorsam gegenüber dem Schäfer, seinem Herrn".

Die Erziehung aller Herdenschutzhunde erfordert neben Kenntnissen, die über "normales Hundewissen" hinausgehen, Durchsetzungsvermögen und eine starke Persönlichkeit. "...seine Unterordnungsbereitschaft kann....keineswegs mit derjenigen eines Deutschen Schäferhundes verglichen werden (RÄBER 1993). Der erste Standard für den Cao da Serra Estrela wurde 1922 verfaßt. Die Rasse wird heute auch zum Schutz von Häusern vor Einbrechern gehalten. Die Hunde sind sehr territorial und diesbezüglich hoch verteidigungsbereit. Dies muß bekannt sein.

Dies gilt gleichsam für die anderen Herdenschutzhunde, so etwa den türkischen Akbash, der aus Anatolien stammt. Dieser sog."Weißkopf" (Übersetzung von Akbash) ist groß und hochbeinig (Schulterhöhe 81-86 cm für Rüden) und gehört in die Gruppe der großen weißen Herdenschutzhunde. Mit dem ungarischen Kuvasz, dem slowakischen Cuvac und dem polnischen Tatrahund ist eine enge Verwandtschaft wahrscheinlich.
Die Zoologin Erna Mohr schreibt über die Identität der ungarischen Bezeichnung "Kuvasz" mit dem türkischen Wort "Kawacz", das soviel wie bewaffneter Sicherheitswächter der europäischen Gesandten bedeutet. Aus "Kawacz" wurde "Kuvasz" und aus "Kuvasz" in der Slowakei "Cuvac". Auch der Akbash wird immer wieder als ruhig, "eigenständig" und mit hohem Wachhundverhalten ausgestattet beschrieben. Seine Angriffsbereitschaft darf nicht gefördert werden, wird weiter überliefert. Relativ häufig und mit steigender Tendenz wird der Kangal auch in Deutschland gehalten (wie verschiedene Owtscharka-Rassen). Kangals heißen nach der türkischen Familie der Kangals im gleichnamigen Distrikt der anatolischen Provinz Sivas im Taurus. Kangals sind in der Türkei so etwas wie ein "Nationalhund", vergleichbar dem Bernhardiner (der übrigens auch ein Herdenschutzhund ist) in der Schweiz.

Für alle Herdenschutzhunde gilt sicher, daß sie besondere Haltungsansprüche haben, was sich auch und gerade auf den Umgang mit ihnen bezieht. Sie sind nicht ohne weiteres zu dominieren und in aller Regel außerordentlich territorial. Nun kann so ein ausgesprochenes Territorialverhalten gefährlich werden, wenn Kenntnisse über diese Verhaltensbesonderheit beim Menschen fehlen, vielmehr ein Herdenschutzhund, der schlimmstenfalls nicht an Menschen sozialisiert wird, als Begleithund in der Wohnung gehalten wird. Die aus Unwissen und Verantwortungslosigkeit resultierende Gefährdung besteht übrigens bei allen Arbeitshunden, deren Verhaltensbesonderheiten weder erkannt noch berücksichtigt werden. Auch Schutzhunderassen oder Jagdhunderassen können nicht wie Schoßhunde ohne physische Auslastung wie ohne ganz eindeutige Zuweisung des Sozialstatus gehalten werden, ohne ein erhöhtes Gefährdungspotential für ihre Familie wie für andere Menschen bilden. Tierschutz, der die Achtung und Beachtung von Verhaltensbesonderheiten und die daraus resultierenden Motivationen eines Hundes beinhaltet und Menschenschutz gehen Hand in Hand (FEDDERSEN-PETERSEN 1994).

Sollten Herdenschutzhunde in eng besiedelten Industrieländern wie Deutschland überhaupt gehalten werden?

Wenn Sozialisation an Menschen, Haltungsmöglichkeiten, Sachverstand für die Bedürfnisse dieser Hunde und ihre Verhaltensbesonderheiten sowie Verantwortungsbewußtsein beim Halter vorhanden sind, generell ja. Dennoch gilt, einiges gründlich zu bedenken, bevor über das Zusammenleben mit einem Herdenschutzhund entschieden wird. Hier sind Überlegungen, die ganz ähnlich auch andere Arbeitshunde betreffen sollten, leider nicht mehr angestellt worden.
Betont sei, daß die "Kosten-Nutzen-Abwägung" bei diesen Hunden noch recht gut nach evolutionsstabilen Strategien funktioniert, offensive Attacken dieser Hunde finden nur bei Dringlichkeit, im äußersten Notfall, wenn die eigene Existenz bedroht wird, statt, und dann auch nur kooperativ mit anderen Hunden - unter den "normalen" ökologischen Bedingungen.
Die ursprünglichen Herdenschutzhunde, die aus weitflächigen, unbewohnten und kaum bewirtschafteten Gegenden stammen, sind dort überwiegend auf sich gestellt. Sie sind es gewohnt, aus eigenem Antrieb zu "handeln" und lassen sich nicht ohne weiteres trainieren und ordnen sich auch nicht ohne weiteres unter. Sie schützen ihre Herde. Leben sie in einer Familie, so wird diese gegenüber Fremden konsequent abgegrenzt, verteidigt, beschützt - ein Umstand, der bei unerfahrenen Hundehaltern zu hochgefährlichen Situationen führen kann. Eigenständig arbeitend und sehr territorial sind jedoch auch etliche Jagdhunderassen.
Bei den Herdenschutzhunden ist zu unterscheiden zwischen Linien der ursprünglichen Arbeitshunde und solchen, die zunehmend zu Familien- und Begleithunden wurden. Bei unangemessener Haltung, die zu keiner Entfaltung der angeborenen Motivationen führt, werden alle Arbeitshunde (Schutzhunde, Jagdhunde u.a.) Auffälligkeiten im Verhalten entwickeln., eventuell auch situativ gefährlich agieren und reagieren, anders als bei rassegerechter Haltung mit den Möglichkeiten der Entwicklung und des ausreichenden Ausführens ihrer Verhaltensbesonderheiten. Dieses gilt entsprechend auch für Nordlandrassen (Husky, Alaskan Malamute u.a.), die allein nach dem Exterieur ausgesucht und unter Nichtbeachtung ihrer Verhaltensbesonderheiten, die entsprechenden Haltungs- und Lebensmöglichkeiten erfordern, tierschutzrelevant leben und damit auch ein erhöhtes Gefahrenpotential darstellen. Tierschutzrelevanz und Gefährdung sind auch hier leichter anzutreffen, als bei nicht spezialisierten Begleithunden (FEDDERSEN-PETERSEN 1994).
Aggressivität ist dabei stets nur als eine Möglichkeit, eine Coping-Strategie unter etlichen anzusehen, um einer belastenden, da unterfordernden, Situation zu entkommen. Sie sollte vorrangig nicht kausal mit einer bestimmten Rassezugehörigkeit verknüpft werden. Soweit sollte man Herdenschutzhunde in ihren Ansprüchen wie in ihrem Gefährdungspotential mit anderen großen Arbeitshunden gleichsetzen.

Bei allen Herdenschutzhunden ist zu unterscheiden zwischen Arbeitshunden und Begleithunden. Hund aus sog. Arbeitslinien erfahren in der sensiblen Phase (8,-12. Lebenswoche) eine besondere Sozialisation, ganz anders als bei Familienhunden. Arbeithunde werden auf die von ihnen zu beschützenden Nutztiere geprägt, um eine höchstmögliche Affinität zwischen Hund und Nutztier zu gewährleisten. Auch ihre genetische Disposition ist ganz auf Arbeit ausgerichtet, da hart selektiert wird.

Ein sorgfältig und umfassend an die Familie sozialisierter Herdenschutzhund, der im jungen Alter mit seinem Umfeld vertraut gemacht wird, mit allen Gegebenheiten seiner Umwelt, den er später angstfrei und sicher begegnen soll, wird sich als sozial sicherer und anpassungsfähiger Hund entwickeln. Sein genetisch fixiertes Verhalten, seine besonderen Fähigkeiten sind unbedingt in Bahnen zu lenken, die unserem Umfeld angepaßt sind. Dazu bedarf es verantwortungsvoller Züchter sowie Halter dieser Rassen.

Menschen, die einen Herdenschutzhund halten, sollten bereits entsprechende Erfahrungen im Umgang mit einer so ausgesprochen selbständigen Hunderasse haben. Es sollte kein Schutzdienst mit diesen Tieren gemacht werden, die zerstörerischen Auswirkungen "stumpfer, rauher" Behandlung mit dem Elektkroreizgerät auf Tiere dieser Rassezugehörigkeit wurde bereits geschildert (FEDDERSEN-PETERSEN 1999). Haben die großen, wehrhaften Hunde begriffen, daß sie gegen Menschen kämpfen dürfen, können sie in der Tat zur unberechenbaren Gefahr werden, was auch für Hunde anderer Rassezugehörigkeit zutreffen kann. Herdenschutzhunde müssen konsequent sozialisiert werden, damit sie in die für ihre ursprünglichen Verhältnisse ungewohnte Umgebung einzugliedern sind. Die Halter müssen also in der Lage sein, den Hund ein klar definiertes Ranggefüge zu bieten, ihm den sicheren Status zuweisen, den er benötigt. Das gilt für jeden Hund. Für große Hunde, die ein relativ selbstbestimmtes Leben (mit recht großem Entscheidungsspielraum) führen können, ist diese Forderung eine unabdingbare Voraussetzung, damit Mitmenschen weder belästigt oder gar verletzt werden. Man denke an den Rauhaardteckel, der ausgesprochen "unangenehm" werden kann, lebt er als "Schoßhund, der er nicht ist" ohne stabilen Status.
Herdenschutzhunde sind bestrebt, ihren eigenen Motivationen zu folgen u. ggf. auch durchzusetzen. Das muß bekannt sein. Man denke an eine Familie mit Kindern, an Freunde, die ins Haus kommen. Um Gefahrenmomente gar nicht erst aufkommen zu lassen, muß der Hund zeitweise in einem sicher zu verschließenden Zwinger untergebracht werden. Die erwähnte Eigenständigkeit der Herdenschutzhunde zeigt sich in ihrer Zurückhaltung fremden Situationen und Menschen gegenüber. Nach erfolgter Möglichkeit der selbst erwählten Kontaktaufnahme dann, werden sie gleichgültig und uninteressiert. Herdenschutzhunde dürfen nicht bedrängt werden, dieses gilt insbesondere für fremde Menschen. Ihre Halter müssen ihre Verhaltensbesonderheiten nicht nur kennen, sie müssen ihre Tiere großzügig, konsequent und verantwortungsbewußt lenken. Sie müssen über besondere Fähigkeiten und Haltungsmöglichkeiten verfügen.

Nur dann ist davon auszugehen, daß diese Hunde Bedrängungen gegenüber ausweichen - offensive Attacken sind bei gut sozialisierten Hunden aus Begleithunde-Zuchtlinien sicher nicht "rassetypisch". Schutzvorrichtungen müssen dennoch in jedem Falle, gerade bei der Haltung eines Herdenschutzhundes in dicht besiedeltem Gebiet bedacht werden. Warnschilder, eine hohe (und das bedeutet eine sehr hohe, etwa 2,50 m mit Schrägabweisern nach innen, da die Tiere sehr hoch springen können) Umzäunung des Grundstückes. Bei der Haltung im Freien sind gleichfalls Schutzvorrichtungen notwendig: verhindert werden muß stets, daß die Hunde uneingeschränkt frei herumlaufen können. Eine Weitergabe, wenn die Haltung dann doch zu aufwendig wird, ist auszuschließen, da die Tiere sich sehr an ihre Menschen und Umgebung binden. Nicht nur dem Hund gegenüber besteht eine große, weitreichende Verpflichtung, in erster Linie sei an den Schutz und die Sicherheit der Mitmenschen gedacht. Und die Verantwortung ist bei jeder Haltung von spezialisierten Arbeitshunden besonders groß. Arbeitshunde erfordern schlicht mehr. Wissen, Zeit, Verantwortungsbewußtsein. Alle Schwierigkeiten, die bei Nichtwissen von Hundehaltern und großen Hunden mit "anspruchsvoller Verhaltensausstattung" auftreten und hochgefährlich werden können, gibt es auch bei Herdenschutzhunden. Dieses bezieht sich insbesondere auf Tiere, die mangelhaft menschensozialisiert sind, im Welpenalter aus ihren Ursprungsländern in ein Umfeld verbracht wurden, dem sie nicht gerecht werden können, das sie ständig überfordert. Hochgefährliche Situationen können sich so entwickeln. Es muß klar unterschieden werden zwischen Hunden, die seit Jahrzehnten von der FCI und dem VDH betreut werden und solchen, die mangelhaft oder gar nicht menschensozialisiert importiert und - schlimmstenfalls - völlig ahnungslosen Haltern verkauft werden.

Eine solch negative Entwicklung kann es für alle großen Arbeitshunderassen geben - auch hier können Unwägsamkeiten im Verhalten hinzukommen (bei nicht menschensozialisierten Tieren), die den schnell überforderten Hundehalter und dessen Umfeld über das beschriebene negative Maß (unzureichendes Wissen, großer Hund mit nicht zu befriedigenden Verhaltensansprüchen) hinaus extrem gefährden können. Hunde aus Familienzuchten von kenntnisreichen Menschen gehalten, sind zu verantworten und diese Halter werden ihre Haltungserlaubnis bekommen - die hochproblematische Mensch - Hund - Gespanne hingegen, werden erfaßt. Dieses gilt insbesondere für Menschen , die Herdenschutzhunde mißbrauchen und damit ein nicht zu unterschätzenden Gefährdungspotetial für die öffentliche Sicherheit schaffen. Doch nicht sozialisierte Arbeitshunde sind allgemein eine Gefahr - und auch die müßten dann ebenso getestet werden, auch deren Halter auf Sachkunde geprüft werden. Das geforderte Importverbot (nicht allein) ist zu begrüßen.

Offen bleibt für mich die Frage nach den Auswahlkriterien der Rassen in der Liste 2. Sie erscheinen sehr willkürlich. Warum fehlt beispielsweise der Bernhardiner, ein deutscher Bauernhund, der ähnliche Probleme bereiten kann?

Ich rate dringend davon ab, bestimmte Hunde herauszunehmen und nur deren Haltung mit Auflagen zu versehen, nur ihre Halter zu pürfen. Sollen Herdenschutzhunde stigmatisiert werden? Sollen sie die "Kampfhunde" von morgen sein? Das kann ihre Intention nicht sein. Ein generelles Überprüfen aller Hunde und ihrer Halter erscheint sinnvoller. Jede Auswahl stigmatisiert, auch wenn dieses nicht beachsichtig war.

Gez. Dorit Urd Feddersen-Petersen



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WAS ? OHNE MEINE HUNDE ? NIEMALS !!!!!!!!!!!!!!!!!!
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