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 Betreff des Beitrags: Obdachlosigkeit und Bürokratie
BeitragVerfasst: 11.12.2017, 01:27 
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Wieder ein Toter...aber wem kümmert das???

Ich finde es erschreckend wie viele Menschen in Europa Obdachlos sind und wie Abschaum behandelt werden.

Einige wenige aber helfen bis zur eigenen Erschöpfung und bekommen nicht einmal Unterstützung vom Staat dafür!
Würde es diese Menschen nicht geben, wären noch mehr Tote auffindbar.

Zitat:
Berliner Kurier schreibt:

Friedrichshain -
Ein Mann erfriert in seinem Zelt.
Ein Obdachloser, der in der eisigen Nacht keinen warmen Platz zum Schlafen fand.
Es ist so tragisch: Er ist der erste Kälte-Tote in diesem Winter.
Die Leiche des etwa 50-Jährigen wurde am Samstag auf einem Bauplatz in der Bevernstraße in Friedrichshain entdeckt.
Er soll in der kommenden Woche obduziert werden.
Der Tote, er war einer der mindestens 8000 Obdachlosen Berlins. Um ihnen so ein trauriges Schicksal zu ersparen, ist schon seit Anfang November der Kältebus der Stadtmission unterwegs.
Die freiwilligen Mitarbeiter versorgen Menschen, die in Berlin auf der Straße leben, in der Nacht mit heißen Getränken.
Auch die Kältehilfe Berlin hat ihre Arbeit aufgenommen.
In 30 Projekten stehen stadtweit fünf Monate lang insgesamt 430 Schlafplätze zur Verfügung.
Es gibt Wärmestuben und Nachtcafés, Busse bringen die Bedürftigen zu den Einrichtungen.
Der Senat geht von rund 500 benötigten Übernachtungsplätzen aus, unterstützt das Projekt allerdings nicht. KEI, KOB

– Quelle: https://www.berliner-kurier.de/4572320 ©2017


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 Betreff des Beitrags: Re: Obdachlosigkeit und Bürokratie
BeitragVerfasst: 11.12.2017, 01:47 
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Zitat:
Obdachlose: Und jedes Jahr werden es mehr Presse schreibt am 04.11.2017

Obdachlose: Und jedes Jahr werden es mehr

In Zahlen

16 Einrichtungen in Wien stellen im Rahmen des Winterpakets Nachtquartierplätze bereit. Drei Wärmestuben ergänzen im Winter die sechs bestehenden Zentren der Wiener Wohnungslosenhilfe.

1200 Plätze stehen in den Nachtquartieren der Wiener Wohnungslosenhilfe inklusive der permanenten Notschlafplätze zur Verfügung. Der Platzbedarf wächst jedes Jahr. Wie viele Obdachlose in Wien leben, lasse sich aber schwer sagen.

3240 Einzelpersonen haben voriges Jahr die Notschlafplätze des Winterquartiers genutzt. Darunter waren auch 43 Familien mit Kindern. Auch deren Zahl steigt.


Noch geht es draußen. Noch sind die Nächte hier, auf dem Grünstreifen zwischen Westbahnhof und Urban-Loritz-Platz, nicht kalt genug, um sie nicht in einem Schlafsack auf der Bank zu verbringen. Das sagt Vojislav, der hier zu schlafen versucht. Vorige Woche, im Sturm, da war es anders, da war er in einem Haus. Mehr will der Mann nicht mehr reden. Nicht gefragt werden, wie er hier, in einer Novembernacht auf dem Beton zwischen den mehrspurigen Fahrstreifen des Gürtels, gelandet ist. Auch die Männer um ihn nicht. Der Griff zur Flasche ist näher.

Mit den kalten Monaten werden die Nächte für Menschen ohne Wohnsitz wieder besonders herausfordernd – wenn nicht lebensgefährlich. Auf der Donauinsel, in leeren Gebäuden, in Parkhäusern, in der Lobau, unter Brücken am Donaukanal und an vielen anderen Orten der Stadt campieren unzählige Menschen. In den kommenden Wochen wird es dafür vielfach zu kalt werden, auch jene, die das sonst nicht wollen, werden einen Notschlafplatz brauchen. Seit ein paar Tagen wurde deren Zahl in Wien aufgestockt. Von Anfang November bis Ende April läuft das Wiener Winterpaket, dabei stockt der Fonds Soziales Wien in Kooperation mit Caritas, Samariterbund, Volkshilfe, Rotem Kreuz, Johannitern und „Wieder wohnen“ die Zahl der Notbetten auf: Heuer wurden die 300 ganzjährigen Plätze des FSW um 900 Betten auf 1200 aufgestockt. Zusätzlich zu den sechs Tageszentren werden drei Wärmestuben aufgesperrt.

Der Bedarf an Notschlafplätzen steigt jedes Jahr. Voriges Jahr ist das Winterpaket mit 900 Plätzen gestartet. Im Zuge des extrem langen und kalten Winters 2016/17 musste auf einen Höchststand von 1100 Betten aufgestockt werden. Auch heuer befindet sich das Winterpaket im Aufbau, je nach Bedarf und Witterung kann der Umfang noch steigen. Ab null Grad, sagt Anita Bauer, die stellvertretende Geschäftsführerin des FSW, kommen auch diejenigen, die Notquartiere sonst meiden. Beziehungsweise ist nicht nur die Kälte ein Maßstab, sondern auch Nässe, Schnee und Wind.

Klar ist, die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz in Wien steigt. „Das ist eher ein Indikator dafür, wie viele Menschen sich durch Europa bewegen, als für Obdachlosigkeit in Österreich“, sagt Bauer. Im Winter stehen die Quartiere der Wohnungslosenhilfe allen zur Verfügung: Österreichern, EU-Bürgern und Drittstaatenangehörigen. In den wärmeren Monaten muss man „anspruchsberechtigt“ sein, um in die Notquartiere der Wohnungslosenhilfe zu können, also österreichischer Staatsbürger oder rechtlich gleichgestellt sein. Andere Einrichtungen, die Notschlafstelle der VinziRast zum Beispiel, sind das ganze Jahr über für alle offen.

Auch Kinder unter Obdachlosen. In den Quartieren zeigt sich jeden Winterbeginn wieder, wie viele Menschen ohne Wohnsitz derzeit in Wien sind. „Im Winter sind die zweitgrößte Gruppe mittlerweile Rumänen und Ungarn“, sagt Bauer. Generell sind ein Drittel der Klienten der Notquartiere Österreicher (die größte Gruppe), zwei Drittel nicht. Der FSW versucht mittlerweile, mehr über Lebenssituation, Herkunft und Geschichte der Klienten herauszufinden. Auch wenn das nicht einfach sei, wie Bauer sagt. Bei der Gruppe der Rumänen und Ungarn treffe man auf verschiedenste Geschichten: Teils sind es Leute, die das ganze Jahr über in Österreich sind, teilweise arbeiten, vielleicht am Bau oder als Erntehelfer, aber gerade im Winter leicht arbeitslos werden: Oder es sind Menschen, die nur temporär nach Österreich kommen. Dass Obdachlose im Winter aus dem Osten nach Wien kommen, weil es hier Notschlafplätze gibt, in ihrer Heimat nicht, sei kein häufiges Phänomen.

Die Zahl derjenigen, die Notquartiere aufsuchen, sei nicht nur ein Indikator für Migration in Europa, sondern auch innerhalb Österreichs: „Wir haben auch Kundschaft aus den Bundesländern. Generell fängt Wien vieles auf. Arme gehen immer eher in große Städte, aber Wien gleicht auch Versäumnisse aus“, sagt Bauer. In Wien müsse im Winter niemand im Freien schlafen, lautet seit Jahren das politische Credo, und so werden jedes Jahr wieder Quartiere gesucht. Diesen Winter sind die größten Notquartiere im Geriatriezentrum Wienerwald und im Otto-Wagner-Spital, ein größeres Quartier ist im 23. Bezirk, eines im 12. Bezirk, ein weiteres im Sophienspital im 7. Bezirk.

Wie viele Einzelpersonen im Winter keine feste Unterkunft haben – bzw. wie viele Obdachlose in Wien leben – könne man aus der Zahl der Notschlafplätze schwer ableiten, sagt Bauer. Tatsächlich sind die wenigsten Dauerklienten, eher kommen sie einmal da, einmal anderswo und gelegentlich in Notquartieren unter. Vorigen Winter haben jedenfalls 3240 Einzelpersonen die Notquartiere des Winterpakets genutzt. Darunter auch 43 Familien mit Kindern, die Zahl der Familien steigt.

„Teils sind diese nur zeitweise in Österreich, teils sind sie in Wien verfestigt, leben vielleicht irgendwo, wo das im Winter nicht geht, in einem Sommerhäuschen ohne Heizung zum Beispiel“, sagt Bauer. Auch da sei es schwierig, Hintergründe zu erkunden.

Parallel zum Winterpaket hat die Caritas nun auch ihr Kältetelefon wieder in Betrieb genommen. Wer Obdachlose im Freien auffindet, kann unter der Nummer (+43(0)1/480 45 53) Hilfe rufen. Vorigen Winter wurde so 4681 Mal Hilfe gerufen, auch in den ersten Stunden des Betriebs heuer waren es mehrere Dutzend Anrufe.

Quelle: https://diepresse.com/home/panorama/wie ... en-es-mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Obdachlosigkeit und Bürokratie
BeitragVerfasst: 10.01.2018, 14:28 
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Suedwind hat geschrieben:
Wieder ein Toter...aber wem kümmert das???

Ich finde es erschreckend wie viele Menschen in Europa Obdachlos sind und wie Abschaum behandelt werden.

Einige wenige aber helfen bis zur eigenen Erschöpfung und bekommen nicht einmal Unterstützung vom Staat dafür!
Würde es diese Menschen nicht geben, wären noch mehr Tote auffindbar.


Ist es nicht die Aufgabe des Staates für die Bürger aufzukommen?
Warum bezahlt man die ehrenamtliche Helfern denn nicht?

Die andere Seite ist:
Gäbe es diese ehrenamtliche Helfer nicht, MÜSSTE sich der Staat (lt den eigenen Gesetzen) darum kümmern!

Aber wer hat denn dafür gesorgt, dass so viele Menschen obdachlos werden, gerade in Deutschland?
Wer ist verantwortlich für den niedirgen Lohn, die hohen Mieten,die hohen Lebenskosten usw?

Ist die Armut am Ende vom Staat nicht gewollt?
Menschen, die in Armut leben, kümmern sich nicht mehr um politische Angelegenheiten, die haben andere Probleme zu bewältigen.....



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BeitragVerfasst: 22.04.2018, 21:51 
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Bei Honecker gab es das nämlich nicht!



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BeitragVerfasst: 26.04.2018, 20:28 
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 Betreff des Beitrags: Re: Obdachlosigkeit und Bürokratie
BeitragVerfasst: 30.04.2018, 08:40 
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ich denke nicht das ich Dir Rechenschaft darüber ablegen muß was ich tue!
Werde ich auch mit sicherheit nicht machen Dir Gegenüber!



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