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 Betreff des Beitrags: Infos zum Hundeführerschein
BeitragVerfasst: 01.08.2010, 19:07 
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DER HUNDEFÜHRERSCHEIN...

...wird derzeit wieder heiß diskutiert und viele Hundebesitzer fragen sich: Was muss mein Hund da können? Warum brauchte ich sowas?

Die Frage nach dem "Warum" lässt sich nicht so leicht erklären, fakt ist, dass viele Gemeinden und Länder nach Beißvorfällen zu Kurzschlußreaktionen wie Rasselisten, absolutem Leinen- udn Maulkorbzwang o.ä. neigen und oftmals eine wirkliche Prüfung von Hund und Halter nicht gefordert wird...

Im Gegensatz zur normalen Begleithundeprüfung wird beim Hundeführerschein die Alltagstauglichkeit von Hund UND Halter getestet, auch Hunde mit Problempotential können die Prüfung bestehen wenn ihr Zweibeiner in der Prüfungssituation beweist, dass er über die Probleme Bescheid weiß und sie händeln kann. Auch Hunde mit Maulkorb oder Halti dürfen an der Prüfung teilnehmen, es sind Leckerlis und Spielzeug sowie alle Arten der Kommandos (Sicht- und Stimmzeichen) erlaubt.

Die Prüfung besteht aus 4 Teilen:
* einem Theorieteil für den Besitzer
* einem Praxisteil in einer reizarmen Umgebung (z.B. auf dem Hundeplatz)
* einem Praxisteil in einer reizstarken Umgebung (z.B. Hundeauslaufgebiet, Park)
* einem Stadtteil

Ablegen kann man die Prüfung in zwei Stufen - Stufe 1 wird ausschließlich an der Leine durchgeführt, bei Stufe 2 sind auch Teile ohne Leine dabei.

Grundlegend sollte der Hund leinenführig sein (kurzzeitiges Ziehen wird erlaubt, es ist keine Laufseite vorgeschrieben), er muss die drei Kommandos Sitz, Platz und Steh beherrschen, sich einen Maulkorb anziehen lassen und problemlos ins Auto ein- und aussteigen. Er muss etwa 2 Minuten an einer Stelle verharren und in der zweiten Stufe alle Übungen auch ohne Leine beherrschen.
Weiterhin muss der Hund ein Korrekturwort beherrschen auf welches er angebotenes Futter (z.B. Leberwurstbrötchen, Schweineohr, u.ä.) liegen lässt bzw. hergibt.
Der Prüfer muss den Hund anfassen und kontrollieren können, dabei kann der Halter seinen evtl. unverträglichen oder ängstlichen Hund aber festhalten - er muss zeigen, dass er seinen Hund händeln kann.

Bei dem zweiten und dritten Praxisteil kommt es darauf an, dass Hund und Halter auf Alltagssituationen reagieren - Jogger, Fahrradfahrer, andere Hunde, Kinderwagen, ballspielende Kinder, Menschen mit Krücken - auf all das darf der Hund nicht aggressiv reagieren und sein Halter muss auf Problemsituationen entsprechend reagieren.

Bewertet werden sowohl das Können vom Hund als auch das Verhalten des Besitzers, ein unfaires, gewalttätiges oder rabiates Vorgehen führt zur Disqualifikation.
Insgesamt dauert solch eine Prüfung fast den ganzen Tag, am Ende erhält das Team eine Urkunde, eine Plakete für's Halsband und einen Ausweis sowie die Gewissheit, dass beide auch in stressigen Situationen ein echtes Team sind!

Infos zum Hundeführerschein gibt es auf der Homepage des Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V. (BHV e.V.) unter

Siehe hier

Liebe Grüße Kalli



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Was schadet es dem Menschen, wenn man dem Tier zuerkennt was ihm gebührt, also Verstand.
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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zum Hundeführerschein
BeitragVerfasst: 01.08.2010, 19:33 
Teufelsweib
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Ich finde diese Führerschein prüfung und auch Begleuithundeprüfung doof.

Für mich sind die Begleithundeprüfungen eine reine Dressur,
denn die Hunde kennen die Reihenfolge und Schrittfolge ganz genau.
Außerdem sind die Lebensumstände der Tiere unterschiedlich.
Ich denke da an Dorfhunde und Straßenhunde,
schon hier ist doch ein riesen Unterschied erkennbar in der Haltung und auch dem Händeln des Tieres.
ein Hundeplatz ist 100% keine reizarme Umgebung
Ein Dörfler braucht seinen Hund gar nicht in die Stadt mitzunehmen.
Ein Städter hingegen muß ja um seine Fellnase rennen zu lassen auf Hundewiesen ausweichen.

Eigentlich ist doch alles nur dazu da um die Hundehalter noch mehr zu verunsichern und Abzuzocken, was anderes ist das in meinen Augen nicht.



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Ein Hund kommt wenn Du ihn rufst.
Ein Wolfshund nimmt Deinen Ruf zur Kenntnis und kommt Gelegentlich darauf zurück!
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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zum Hundeführerschein
BeitragVerfasst: 02.08.2010, 12:07 
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Da kann ich dir Fusselbuerste im großen und ganzen nicht wiedersprechen.
Sicherlich ist das mit dem Hundeführerschein bei manchen Gegebenheiten
eine Abzocke.
Aber,es gibt auch Menschen die nicht wissen wie ein Hund richtig gehandhabt
wird.Oder es wird sich eine Hunderasse angeschafft,wo dann der Halter nicht mit
zurecht kommt.
Finde es sollte den Halter selbst überlassen sein,ob er eine Hundeführerschein
macht,oder nicht.
Ganz wichtig sollte aber sein,sich für den jeweiligen Halter eine wirklich
passende Hunderasse sich anzuschaffen.



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LG Monika
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Der Mensch glaubt manchmal,er sei zum Besitzer,zum Herrscher
erhoben worden.Das ist ein Irrtum,er ist nur ein Teil vom Ganzen.Seine Aufgabe ist nur die
eines Hüters,eines Verwalters,nicht die eines Ausbeuters.
Der Mensch hat Verantwortung,nicht die Macht.


(* Onondaga *)
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